Walcker-Kegelwindlade in Berlin

Die Walcker-Orgel in der Siemensvilla in Berlin hat es in sich. So wurde 1916 vor Einbau der Orgel ein Heizkörper direkt unter einem Fenster unmittelbar hinter die Hauptwerkwindlade integriert, der wohl seit über 100 Jahren bei geringstem  Temperaturanlass auf Höchstmaß aufgedreht wurde.

Wir haben festgestellt, dass im Heizungskeller wohl ursprünglich Eierbriketts verheizt wurden, dann wurde Heizöl verwendet, das in 80.000 l- Tanks gut und sicher eingelagert wurde. Immer wenn es nur minimal unterkühlt war, wurde geheizt.

Zur Folge hatte dieser ganze Spaß, dass die Stöcke der Windladen in stark gekrümmte Smiley’s verwandelt wurden. Der Lacheffekt hielt sich in Grenzen. Leider sind nicht nur diese Holzteile der Windladen in Mitleidenschaft gezogen sondern nahezu alle Holzpfeifen.

Eine wahre Offenbarung hingegen erfuhren wir beim Öffnen der Kegelwindladen. Schnell wurde klar, dass hier ein Meister alter Schule tätig war, der unsere Arbeit an diesen Windladen wohl aufs Reinigen begrenzen wird.

 

gwm nach Besuch der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und der Max-Liebermann-Villa, ein paar Häuser weiter. Letzteres ist mit Garten und weiträumiger Anlage  ein wirklich empfehlenswerter Besuch. Ein Haus eines Juden und eine Wirkungsstätte des erklärten Zerstörungswillens einer verrückten Verbrecherklicke in unmittelbarer Nachbarschaft, das ist schon konzentriertes Beisammensein von totaler Gegensätzlichkeit. Das wird lange dauern so ein Zusammensein zu sortieren.

 

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