Walcker-Orgel Opus 1444 aus Reinoldi wieder daheim im Reich

 

Es ist immer ein unheimlich beglückendes Gefühl eine Walcker-Orgel mit Baujahr vor den zwei Weltkriegen in die Finger zu bekommen.

So geschehen mit der Orgel Opus 1444, die 1908 nach Dortmund Reinoldi eingebaut wurde und die bereits zwei Jahre später im belgischen Bovesse nahe Namur ihre Heimstatt gefunden hat.

Zunächst hatte man das 4 registrige Werk auf die Westempore gestellt, dann 50 Jahre später fand sich das Instrument unten rechts neben dem Altar wieder.

Diese Umstellung hat der Orgel zweifellos geschadet. Wir haben es hier mit einer Membranladenorgel zu tun, bei der wichtige Detailnachlässigkeiten zu großen Problemen führen können.

Walcker hat nach dem I. WK keine Membranladen mehr gebaut, wahrscheinlich hatte man die Empfindlichkeiten solcherlei geformter Laden bald satt.

Hier die Dispo der Orgel:

I.Manual C-g”’

      1. Principal 8′
      2. Gedeckt 8′
      3. Salicional 8′

Bass Melodie Koppel

Superoctav Koppel Manual

Tutti

Pedal C-f’

      1. Subbass 16′

Manual / Pedal

Und hier ein schöner einfacher Aufbauplan:

Eine  angemessene Gesellschaft war beim Abbau zugegen, weswegen wir hier ein prächtiges kleines timelap-video erstellen konnten. Jetzt steht die Orgel in unserer Werkstatt und soll bereits in vier Wochen wieder an einen etwas optimaleren Orgelplatz in der Kath. Kirche in Bovesse zurückgeführt werden.

Ja. und hier noch ein paar letzte Bilder vor der Abfahrt:

 

und da stand noch einer an der Tür, als die Kiste voll beladen war:

gwm

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