{"id":275,"date":"2017-11-20T17:23:37","date_gmt":"2017-11-20T17:23:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.walcker.com\/?p=275"},"modified":"2018-09-29T23:42:55","modified_gmt":"2018-09-29T23:42:55","slug":"was-bitte-ist-ein-enharmonium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.walcker.com\/?p=275","title":{"rendered":"Was bitte ist ein &#8222;Enharmonium&#8220; ?"},"content":{"rendered":"<p>Nach solch einer Frage wird man sich bei den Orgelbaumeistern des BDO rasch am Kopf kratzen, w\u00e4hrend sich Orgelspieler und Laien schon lange\u00a0<a href=\"http:\/\/www.walcker.com\/walckermagazin\/das-tanaka-harmonium.html\">auf unseren Webseiten<\/a> \u00fcber eine sensationelle Erfindung erfreuen konnten, die im Jahre 1890 durch den Japaner <strong>Shoh\u00e9 Tanaka<\/strong> geschah.<\/p>\n<p>Das vor einigen Jahren wieder aufgefundene Instrument von Tanaka wurde von uns restauriert und verschiedenem Fachpublikum nahegebracht. Die BDO-Orgelmeister haben eine Ver\u00f6ffentlichung in ihren Kreisen abgelehnt, da wir nicht Mitglied im Bund sind. Aber dort jedoch, wo mit Fachwissen gehandelt wird, wie auf dem Wiener Wurstmarkt, da kann keine Wahrheit sein.<\/p>\n<p><strong>Daniel Walden<\/strong> aus der Harvard University kam heute gegen 10:30 direkt aus NY in unsere Werkstatt, um die n\u00e4chsten zwei Tage auf dem Instrument zu \u00fcben. Dann geht es mitsamt Enharmonium weiter an die <strong>Musikakademie nach Basel,<\/strong> wo am Samstag den 25.11.17 sein\u00a0 Vortrag mit musikalischen Beispielen stattfinden wird. Danach wird das Harmonium in die <strong>Hochschule f\u00fcr Musik nach W\u00fcrzburg<\/strong> gebracht, wo es zu Studienzwecken Verwendung findet.<\/p>\n<p>In Januar erfolgt eine Vorf\u00fchrung im<strong> Deutschen Museum in M\u00fcnchen<\/strong>. Im Mai eine weitere Vorf\u00fchrung im <strong>Musikinstrumenten-Museum in Berlin<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Enkel des Erfinders, ein Mathematikprofessor, <strong>Dr. Tasuko Tanaka, <\/strong>ist hoch erfreut, dass sich meine Vorhersage erf\u00fcllt hat, dass dieses kleine Harmonium soviel Begeisterung ausl\u00f6st und damit das Erbe seines Gro\u00dfvaters wieder neu belebt wird. Da ist es wahrlich nicht schade drum, dass ein einf\u00e4ltiger deutscher Handwerkverband keinen Gebrauch von unserem Angebot gemacht hat, seinen Mitgliedern erweitertes Wissen in Sachen historischer Stimmungen zuzuf\u00fchren .<\/p>\n<p>Das selbe Desinteresse kam auch von der Musikhochschule Saarbr\u00fccken, die gro\u00dfes Interesse bekundete, dann aber wegen eines verl\u00e4ngerten Wochenendes keinen einzigen Studenten, keine einzige Lehrkraft fand, die an der Vorf\u00fchrung in Saarbr\u00fccken teilnahm. Wir trauern solch tumben Instituten keine Tr\u00e4ne nach.<\/p>\n<p>Nun aber zur einleitenden Frage: <strong>Was ist das, ein Enharmonium?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Antwort:<\/strong> anstelle der zw\u00f6lf Tasten in der Oktave eines Klaviers oder einer Orgel\u00a0 haben wir beim Enharmonium 21 Tasten. Diese Tasten sind genauso angeordnet wie bei einem normalen Tasteninstrument, aber sie sind dann weiter in sich unterteilt. Und das macht den musikalischen Vortrag auf diesem Instrument nicht einfach. Durch zweit\u00e4gige \u00dcbung, so hat es uns KMD Schulten bewiesen, kann ein guter Klavierspieler jedoch schon passable St\u00fccke vorspielen.<\/p>\n<p>Durch die heute \u00fcbliche temperierte Stimmung haben wir bei den Tasteninstrumenten zwischen den Intervallen (mit Ausnahme der Oktave), immer leichte Schwebungen. Besonders bei Septimen ist dies unertr\u00e4glich. Hier auf dem Enharmonium kann sogar ein Dreiklang von Terz, Quinte und Oktave v\u00f6llig rein gespielt werden. H\u00f6rt man mehrere St\u00fccke auf diesem Instrument, sp\u00fcrt selbst der Laie, dass eine neuartige Harmonie sich offenbart.<\/p>\n<p>second touchdown: JSB Choral &#8222;Wenn du einmal sollst scheiden&#8220;<\/p>\n<div style=\"width: 640px;\" class=\"wp-video\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('video');<\/script><![endif]-->\n<video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-275-1\" width=\"640\" height=\"360\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"http:\/\/blog.walcker.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/enharmonium03.mp4?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/blog.walcker.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/enharmonium03.mp4\">http:\/\/blog.walcker.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/enharmonium03.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<p>Als Tanaka sein Instrument 1892 <strong>Anton Bruckner <\/strong>und Wagners Dirigent <strong>Hans von B\u00fclow<\/strong> vorspielte, erhielt er begeisterten verbalen Applaus, der darin m\u00fcndete, dass die letzten gro\u00dfen musikalischen Genies der Deutschen der Auffassung waren, hier bahne sich eine gro\u00dfartige Entwicklung an, die endlich von den &#8222;verstimmten Kisten&#8220; der Vorzeit Abstand n\u00e4hme.<\/p>\n<p>Sie hatten nicht damit gerechnet, mit den massiven Holzk\u00f6pfen des deutschen Musikhandwerks, das sich bis heute bewahrt hat. Oder wie Joachim Fernau in seinem Buch &#8222;Die Genies der Deutschen&#8220; gleich eingangs vermerkte: &#8222;Die Leuchtfeuer verl\u00f6schen, der Blindflug beginnt&#8230;.&#8220; .<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>gwm<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach solch einer Frage wird man sich bei den Orgelbaumeistern des BDO rasch am Kopf kratzen, w\u00e4hrend sich Orgelspieler und Laien schon lange\u00a0auf unseren Webseiten \u00fcber eine sensationelle Erfindung erfreuen konnten, die im Jahre 1890 durch den Japaner Shoh\u00e9 Tanaka &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.walcker.com\/?p=275\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false},"version":2}},"categories":[2,5],"tags":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p92XHj-4r","jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/275"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=275"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/275\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":290,"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/275\/revisions\/290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=275"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=275"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.walcker.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}