Die Walcker-Organola

ist eine Selbstspieleinrichtung für Pfeifenorgeln, die sich Walcker 1904 durch Patent schützen ließ.

Es ist nicht genau bekannt wie viele Orgeln Walcker mit dieser Einrichtung insgesamt gebaut hat. Wir wissen aber, dass noch in den 1920er Jahren solche Instrumente gefertigt wurden.

Momentan bin ich beschäftigt mit Instrumenten aus 1916 bis 1922. Es könnte sein, dass unter den 60 Kinoorgeln die Walcker mit einem Orgelbauerkonsortium zusammen erstellt hat einige mit dieser Selbstspieleinrichtung angefertigt wurden.

Gehen wir zurück zu den Anfängen, so ist klar, dass in schönen Wohnzimmern der begüterten Gesellschaft keine Medien wie heute zur Verfügung standen und die Gastgeber gerne eine Papierrolle in die Orgel legten, um musikalisch ihre Gesellschaft unterhalten zu können.

Von den sogenannten “Salon-Orgeln” fanden wir nahe Warschau eine Walcker in einer Schlosskapelle, die, wie uns die Angestellten des Schlosses versicherten, nur vom Fürsten persönlich via Organola bedient werden durfte. So ähnlich stellen wir uns also Musikabende vor, bei denen der Gastgeber des Orgelspielens unkundig war.

Ich habe zwecks Anschaulichkeit ein paar Bilder solcher Salon-Orgeln eingefügt, die im Prospekt aus 1907 vorgefunden wurden, auf dem mit stolz geschwellter Brust Walcker sich als Königlich Württembergischer Hof-Orgelbaumeister zu erkennen gibt.

 

Außerdem erlaube ich mir für Interessenten der Organola-Selbstspieleinrichtung einen kompletten Auszug aus einer Fachzeitschrift über “Mechanische Musikinstrumente” als nachfolgenden Link zu hinterlegen, wo in umfangreicher Manier die Organola vorgestellt wird. Organola.PDF Datei [25.384 KB]

gwm

 

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