Bovesse (5) Zusammenbau

Das nachfolgende Foto zeigt den Zustand den wir bisher erreicht haben: ein spielfähiges Örgelchen, das mit all seinen Feinheiten und Unfeinheiten gehörig an den Nervenenden zupfte.

Denn wenn man zum Ausbau eines Ventils mehr als 4 Stunden Arbeitszeit beansprucht, dann zeigt das, dass die Konstruktion nicht ganz überzeugen konnte.

Wir sehen an dem obigen Foto das eingebaute Register Gedackt 8′.

Es werden nun folgen der Salicional 8 und der Prinzipal 8 (C-H als Holzpfeifen rechts und links) auch die Subbaßpfeifen C-H stehen rechts und links, während c-f’ vom Gedeckt als Subbaß via Transmission geborgt werden.

Durch die Superkoppel bekommt die Orgel etwas angereicherten Diskant.

Eine interessante Geschichte verbirgt sich in dieser kleinen Orgel. So war das Instrument für eine Synagoge geplant, dann wurde es in Dortmund Reinoldi für rund zwei Jahre ausgeliefert und kam dann nach Bovesse/Belgien. Auf der Entwurfzeichnung ist Opus 1494 vermerkt (Horschbach), was anzeigt, das möglicherweise mehrere solche Orgeln gebaut wurden.

Hierzu zwei Dokumente:

Entwurfszeichnung für die Interimsorgel

Hier noch die Draufsicht auf die blank gefegte Windlade:

Windlade Opus 1444
Auszug aus dem Werkbuch

Die Orgel wird nun in der kommenden Woche weitgehend in unserer Werkstatt fertiggestellt. Ein größeres Problem war neben der unglücklichen Umstellung von der Westempore in den Chor in Bovesse, der Befall durch Holzwurm, der sich sehr stark bei den Holzpfeifen und temporär an Rost und Trägern bemerkbar machte. Hier mussten erhebliche Teile komplett neu gemacht werden.

Jetzt hoffen wir, dass wir unseren geplanter Termin am 12.März mit Anlieferung in Bovesse einhalten können.

gwm

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